Jusos besuchen Jobcenter Segeberg: „Mehr Mittel sind notwendig!“

Frederik und JanaAm 22. Oktober besuchten Frederik Digulla, stellvertretender Landesvorsitzender der Jusos Schleswig-Holstein, und Jana Stuth, Pressesprecherin der Kreisjusos, im Rahmen der Praxiswoche der Landesjusos das Segeberger Jobcenter. Ziel war es, sich ein Bild der Arbeit und der aktuellen Situation zu machen.

Bei dem Besuch lernten die Nachwuchspolitiker alle Tätigkeitsbereiche des Jobcenters kennen. Der Tag begann am Kundentresen. Dort werden Besucher aufgenommen und an die jeweils zuständigen Sachbearbeiter und Berater verwiesen. Weiter ging es in der Vorprüfungsstelle, wo alle Anträge auf Arbeitslosengeld II bearbeitet und an die Leistungsstelle weitergeleitet werden. In der folgenden Leistungsabteilung wird der konkrete Anspruch der verschiedenen Bedarfsgemeinschaften auf Unterstützung geprüft. In der Arbeitsvermittlung werden Fähigkeitsprofile erstellt, Qualifizierungen und Maßnahmen bewilligt sowie Arbeitsangebote verteilt.

Ein zusätzliches Angebot des Jobcenters Bad Segeberg, das die jungen Sozialdemokraten auch besuchten, ist das StellWERK. Dieses bietet eine intensive Betreuung für kleine Gruppen von 12 Arbeitslosen, die jeweils von zwei Coaches betreut werden und bei der Arbeitssuche vielfältige Unterstützung erhalten.

Pressesprecherin Jana Stuth zieht ein positives Fazit des Besuches: „Bei dem Abschlussgespräch mit Geschäftsführer Michael Knapp bestätigten sich die am Tag gesammelten Eindrücke. Das Jobcenter in Bad Segeberg hat ein tolles Team mit engagierten und den Menschen zugewandten Mitarbeitern. Jedoch wurden in den letzten Jahren die notwendigen Mittel immer weiter gekürzt. Durch fehlendes Personal kommt es daher zu Überarbeitung und Aktenrückständen!“

Der stellvertretende Landesvorsitzende Frederik Digulla ergänzte: „Noch gar nicht einberechnet ist der zusätzliche Aufwand, der durch die Flüchtlingssituation entstehen wird. Die klare Erkenntnis des Besuches ist deshalb: Dringend wird mehr Geld für Personal und Eingliederung in den Jobcentern benötigt. Die großen Vermittlungserfolge des StellWERKS zeigen, dass intensivere Betreuung unmittelbar größere Erfolge ermöglicht und damit Folgekosten reduziert.“

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